
Einige Nachbarn aus der Südstadt wollen ungern auf die Lu 15 verzichten, hier ist der Beweis: ein Video, erstellt im August 2007
"Beatsteaks" - Schlagzeuger Thomas Goetz (ehemaliger LU 15 Bewohner) mit einem "LU 15"Soli-T-Shirt bei "Rock am Ring" 2007
Arbeiter des selbstverwalteten Druckereibetriebes "Chilavert" aus Buenos Aires, Argentinien
Solidaritätserklärung mit der LU15
¡La casa es para quienes la habitan!
"Das Land denen, die es bearbeiten!"
Mit dieser Forderung kämpfen die Zapatistas in Südmexiko für mehr Demokratie, Selbstbestimmung und ein würdiges Leben. Ihre Mittel sind Landbesetzung, Öffentlichkeitsarbeit und internationale Vernetzung. Dabei verbünden sie sich mit allen Randgruppen der mexikanischen Gesellschaft.
Die LU15 in Tübingen ist ein Wohnprojekt, in der Studierende und Arbeitende als auch Angehörige von an den sozialen Rand gedrängten Gruppen wie Arbeitslose zusammen unter einem Dach wohnen. In der LU15 ist Raum für ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben von Kindern, Erwachsenen und Alten.
Die Hausgemeinschaft ist basisdemokratisch organisiert und beteiligt sich durch politische Aktionen am gesamtgesellschaftlichen, demokratischen Prozess. Dieses Projekt gemeinschaftlichen Wohnens, das 1979 aus einer Besetzung heraus entstanden ist, wird nun vom Studentenwerk bedroht. Es soll ein weiteres, anonymes Wohnheim entstehen, das nur noch Studenten aufnimmt.
Der Kampf der LU15 ist derselbe Kampf für ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben wie der der Zapatistas in Mexiko. Dies ist ein weltweiter Kampf, der von unten für unten geführt wird. Aus diesem Grund erklären wir uns mit der LU15 solidarisch!
Das Haus denen, die darin wohnen.
Ya basta-Gruppe Tübingen/Reutlingen
(Solidarität mit den Ideen der Zapatistas)
.Solidaritätsbekundung mit den BewohnerInnen der Ludwigstraße 15 ("Lu 15") in Tübingen
Als leerstehendes Gebäude der damaligen französischen Garnision wurde die "Lu 15" im Jahr 1979 von Studierenden und anderen jungen Leuten als Wohnraum besetzt. Im Jahr 1989 ging das Haus in den Besitz des Studentenwerks Tübingen über und wir seidem von diesem an rund 25 BewohnerInnen vermietet. Den BewohnerInnen wurde nun zum 31. Mai 2006 gekündigt. Als Begründung wurde eine Sanierung, die nur im unbewohnten Zustand durchgeführt werden könne, angeführt.
Die Linke StudentInnen Assoziation Tübingen (LiStA) bekundet hiermit ihre Unterstützung im Falle einer Räumung. Indem soziale Integration und selbstbestimmtes Handeln und Denken gefördert sowie bezahlbare Mieten ermöglicht werden, stellt selbstverwaltetes Wohnen eine notwendige und wichtige Alternative zum komerziellen Wohnungsmarkt dar. Zur Unterstützung derartiger Freiräume, die einer zunehmenden Bedrohung ausgesetzt sind, bekunden wir hiermit unsere Solidarität mit den BewohnerInnen der "Lu 15".
LiStA (Linke StudentInnen Assoziation)
Vielen Dank an die Tübinger Linke/PDS, die uns zu einem ihrer Wahlkampfthemen machen.
Wir unterstützen ihre Forderungen nach einer sozialen Stadt und wünschen viel Erfolg bei der weiteren Programmdiskussion und natürlich bei der BürgermeisterInnen-Wahl.
Liebe Bewohner der Lu 15,
wir, die SchlossbesetzerInnen, möchten uns ganz herzlich bei euch bedanken. Gleich am ersten Abend habt ihr uns mit einer warmen Mahlzeit und warmer Kleidung unterstützt. Aber auch in der ganzen Woche haben uns eure Informationen, eure Materialien und eure Tatkraft sehr geholfen. Ganz besonders möchten wir uns aber für eure Unterstützung und Solidarität bedanken.
Unsere Aktion auf dem Schloss ist vorerst beendet. Aber wir werden unseren Protest weiterführen. Es gab bereits das erste Plenum in der Stadt, an dem weitere Aktionen geplant wurden.
Wir hoffen ihr seid in eurem Häuserkampf erfolgreich. Wir stehen auf jeden Fall an eurer Seite - was auch passieren mag.
Solidarische Grüße
Die SchlossbesetzerInnen
Das Wohnprojekt Schellingtrasse unterstützt die BewohnerInnen der LU 15 durch einen Spendenaufruf. Jede kleine Hilfe bedeutet ein Schritt näher am Ziel zu sein: die Forderung nach günstigem, gemeinschaftlich verwalteten Wohnraum in die Praxis umzusetzen.